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Regau 24 Std. EM
9.-10. Juni
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24 Stunden EM
von Regau
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Story
by RO, Pics by sportograf.de und NoSane
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Die Alten Herren bei der EM |
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Sie wollten es nochmal
wissen, die greisen Herren von Sport Nora, Georg "Jour Li"
Schwab, Bernie "blader Taxler" Premrou und Robert "RO" Kofler,
jenseits der 40 aber immer noch "voll im Saft" (zumindest bei 35
Grad am ersten Tag) verstärkt durch den 23 jährigen Jungspund
Florian "22er Rundenzeiten" Premrou".
Ein 24 Stunden MTB Rennen
muss her, weil im hohen Alter braucht man eh nicht mehr soviel
Schlaf und das Wetter war auch schön angekündigt, also dann
gleich beginnen mit ner EM !!
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Fahrerlager wird aufgebaut |
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Das Fahrerlager ist ein etwas staubiger Parkplatz, aber das
stört uns nicht, wir bauen unser Nora-Quartier gleich neben dem
Mountainbiker mixed Team Beate Hauser und Philipp Mark auf, was
für nette Gesprächspartner sorgt.
Unsere Teammanagerin Sandra sorgt für die Infrastruktur und ist
als "Hüterin über die Wechselzeit" fast die wichtigste Person
der nächsten 24 Stunden.
Keiner von uns hat auch nur irgendeine Erfahrungen mit 24
Stunden Rennen, daher sind wir auf Tipps von "Erfahreneren"
angewiesen. Wir legen die Taktik so an wie es uns alle empfohlen
haben: jeder fährt eine Runde Vollgas, danach Wechsel, in der
Nacht macht jeder 3 Runden turns damit die anderen ein bisschen
schlafen können. |
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....high
noon...es geht los |
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Flo, unser Stärkster,
soll natürlich als Erster starten und gleich einmal zwei 9 km
Runden fahren, eh kein Problem für ihn, da kannten wir die
Strecke noch nicht. Der Start ist "originell" : eine Runde über
den Sportplatz laufen und dann aufs Rad und auf die Strecke. Flo
macht das sehr gut und ist bei den ersten dabei, nach 2 Runden
mit 23er Zeiten, auf Platz 5 bei den 4erTeams liegend übergibt
er an Bernie....der, topmotiviert, pfeifft auf unsere Taktik und
fährt bei 35 Grad auch 2 Runden Vollgas mit 25er Zeiten durch,
das sollte sich dann am nächsten Tag ein wenig rächen. Dann
komme ich und schaffe auch eine 25er Zeit, was für mich sehr OK.
ist nachdem ich bis 2 Tage vor dem Rennen immer noch Medikamente
gegen meine 2 wöchige Verkühlung nach der "Babenberger" genommen
habe.
Nach mir folgt
Schurli, der die ganzen 24 Stunden TopRundenZeiten zwischen 24
und 27 Minuten fahren sollte, tolle Leistung !!
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...anspruchsvolle
Strecke |
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Nach den
ersten turns war klar, das wird hart !! Die Strecke, vollkommen
anders als im Vorjahr, ist für ein 24 Stunden Rennen äußerst
anspruchsvoll, hat einige Singletrailabfahrten, viele
unangenehme Wurzeln und kurz vor dem Ziel eine schreckliche
"Wiesenauffahrt" voll in der Sonne....die Hitze flimmert und
alles staubt...nach jedem turn führt mein erster Weg in den
angrenzenden Badesee, supererfrischend und dann ab hinauf ins
Fahrerlager, das leider ca. 3 Minuten von der Wechselzone
entfernt ist....das sollte sich noch als Problem erweisen.
Wir spulen in
den ersten Stunden unserer Runden herunter und halten den für uns
durchaus sehr überraschenden 5.Platz unter 16 Teams, gleich
hinter dem "2RC Swat Team". Fairerweise muss man aber sagen,
dass die nur zu dritt fahren, sich voll abschießen und in der
Nacht aufgeben müssen.
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die
ersten "Defekte" |
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weiter geht´s
turn für turn, wir fahren ziemlich konstant, dann hab ich ca. 2
km vor dem Ziel plötzlich Schaltprobleme, irgendetwas stimmt
nicht, aber ich fahre ins Ziel....2 Minuten später, bei der
Rückfahrt ins Fahrerlager geht es "klick" und die Kette liegt am
Boden....pfuh, das war knapp, GSD nicht vor ein paar Minuten...Flo,
unser Mechaniker repariert die Sache in 10 Minuten. Leider ist
die Kette jetzt etwas kürzer, was mir in den nächsten Stunden
5-6 Absteiger beschert, weil man halt nicht "groß"-"groß" fahren
sollte.
Auch
Bernie hat ein kleines Problem: Überschlag bei km 7, unsere
Staffelschleife, die bei jeder Übergabe weitergegeben werden
muss, ist bereits blutverschmiert...
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...und dann
kommt die Nacht |
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Eigentlich
hatte ich keine Angst vor den Nachtstunden, wir haben eine
nachvollziehbare Taktik festgelegt, die aufgehen sollte: jeder
fährt 3 turns durch, so können die anderen ein wenig schlafen.
Einen Probenachtturn macht jeder um die Lichtverhältnisse zu
testen. Ich komme von meinem fluchend zurück, das war einfach
lebensgefährlich: mit Schurli´s alter Stirnlampe die sicher gut
ist für Tourengehen in Kombi mit meinem gar nicht schwachen
Radlicht kann man zwar gutes Tourentempo anschlagen, aber das
ganze durch den Wald auf Singletrails im Renntempo zu fahren ist
unmöglich. Ich beschließe daher für meinen 3 Runden Nachtturn
einen Umbau vorzunehmen und Bernie´s Lampe, die zumindest ein
wenig besser leuchtet, zu verwenden. der einzige der ein tolles
Produkt hat, ist Schurli, der hat auch über 100 € investiert,
keine schlechte Investition, wie ich noch merken sollte.
Flo beginnt
mit den 3 Nachtturns und jammert auch etwas über die Sicht, dann
kommt Bernie dran und Flo kommt zurück. Jetzt begehe ich einen
schweren Fehler, ich liege halbschlafend im Schlafsack und bitte
Flo nicht sein Licht auf mein Rad umzumontieren bevor er sich
hinlegt.
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das Missgeschick... |
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Es ist
vereinbart, dass mich "Teammanagerin" Sandra laut ihrem
mitgestoppten Zeitplan, 30 Minuten vor meiner "Nachtschicht"
weckt, ich bin um ca. 2:00 dran. Das tut sie auch und ich
beginne mit dem Umbau der Lampe, was doch ein wenig dauert, ich
frage nochmal wie viel Zeit ich noch hab, Sandra meint 10
Minuten, 2 Minuten später ruft Bernie vom Handy aus an und fragt
wo ich bin, er ist schon in der Wechselzone...shit, die 2
Premrous waren zu schnell, damit hat keiner gerechnet, ich zieh
mich an, vergiss die Hälfte und sprinte in die Wechselzone. So
verlieren wir ca. 9 Minuten und letztendlich 2 Plätze in der
Endwertung.....Anfängerpech !!
Natürlich bin
ich jetzt voll geladen, bitte Bernie noch um seine Ärmlinge, da
ich in der Hektik nur kurz-kurz anhab und gase voll los, ich
muss ja wieder aufholen.....bis zur ersten Schotterabfahrt, dort
rutscht mir das Vorderrad weg und ich spüre nur einen mächtigen
Kracher auch meinen Kopf: Bernie´s rechter Ärmling ist
Geschichte, und das schlimmste, mein legendärer Pneumo hat einen
riesen Sprung, GSD nicht mein Kopf. Mir ist zwar kurz
schwindlig, aber ich steig sofort wieder auf und fahr los...
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...kostet uns 10 Minuten |
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Es geht ganz
gut, die Sicht ist um Welten besser, als beim ersten turn, aber
trotzdem sehr bescheiden. Meine ganze rechte Seite schmerzt
höllisch, aber beim Fahren geht das fast unter. Die Stimmung ist
skurril: Vor meiner Stirnlampe flimmert der Staub als ob man an
Schwebstoffen in einem See vorbeitaucht. Es ist mir nicht
möglich wirklich schnell zu fahren, bergauf geht´s, aber bergab
seh ich einfach zu wenig für rasches Tempo...es ist immer ein
Segen wenn von hinten Biker mit Mega Xenon Lichtern kommen und
den halben Wald ausleuchten, wenn ich es schaffe häng ich mich
dort an.....endlich ist mein turn vorbei, Schurli übernimmt,
wenn er fertig ist, ist es wieder hell, eine Erlösung!!
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der Endspurt, doch noch Platz 6 ??? |
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Durch unseren
Wechsellapsus haben wir 2 Plätze eingebüßt und finden uns jetzt
auf Platz 7 wieder, der Abstand zum 6. schwankt allerdings nur
zwischen 2 und 6 Minuten, alles ist noch drin, eventuell sogar
noch Platz 5. Flo, Schurli und Bernie haben jetzt ein paar
Anlaufprobleme nach dem Kurzschlaf und fahren teilweise
langsamere Rundenzeiten als in der Nacht, was sich aber bald
wieder verbessert. Ich bin nur mehr froh, dass es hell ist und
ich die Strecke sehe und fahr recht konstant 27er und 28er
Zeiten. Bei meiner letzten Übergabe bekomm ich das Angebot
meines direkten Konkurrenten des Teams auf Platz 6, doch
gemeinsam ins Ziel zu fahren und so ex-equo den 6ten Platz zu
belegen, wenn Bernie, der an mich übergeben sollte, fast
zeitgleich mit ihrem Mann zur Übergabe kommt. Offensichtlich hat
sich der Abstand nach Flo´s und Schurli´s turns auf unter eine
Minute verringert. Leider kommt Bernie erst ca. 5 Minuten nach
dem Fahrer des anderen Teams, also wird nichts draus...macht
nichts, ich übergebe nach meinem letzten turn kurz vor 12:00 an
Schurli der unsere 54te und letzte Runde fährt. Wir beenden
unser erstes 24 Stunden Rennen auf Platz 7 von 16 gestarteten
Teams und sind damit durchaus zufrieden:
Jeder hat ca.
120 km Vollgas in den Beinen und 6 Stunden Fahrzeit absolviert:
schnellste
Runde: 22:53 , langsamste Runde: 39:10 (mit Wechsellapsus)
Durchschnitt
aller Runden: 26:55,21, unsere direkten Konkurrenten auf Platz
6: 26:48,03
Großartig
schlägt sich auch unser 12 Stundenfahrer Wolfgang Tilser der,
annähernd unbetreut, sensationeller Fünfter wird !!
Das
Schlimmste ist fast die Heimfahrt auf der Westautobahn: jetzt
ist der ganze druck weg und wir nicken öfters fast ein,
Erschöpfung pur !!
...wir
haben gelernt für das nächste Jahr....
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