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Gab siegt beim
Mondsee Radmarathon
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mondsee Radmarathon

story n´pics by Gab
   
 

 

                                                   Heimrennen    
 

 

Für mein "Heimrennen", den 5-Seen Radmarathon im schönen Salzkammergut habe ich mir wie jedes Jahr einiges vorgenommen.
Gut aufgestellt ging das Team Sport Nora an den Start der 140km Strecke, mit dabei Gü, Mario und viele viele andere Teamkollegen.

Die Strecke ist auf den ersten 60km zwar landschaftlich sehr schön, aber auch ziemlich flach; das heißt es wird im großen Feld gefahren, die Ausreißversuche einzelner Fahrer sind in dieser Rennphase zum Scheitern verurteilt. Leider kommt es immer wieder zu Stürzen und brenzligen Situationen, denen wir nur dadurch entgehen können möglichst weit vorne zu fahren. Ca. 10km vor dem ersten Berg startet dann Gü einen Ausreißversuch. Offenbar will jeder seine Kräfte sparen und so kommt Gü ziemlich schnell weg. Das ist eine taktisch perfekte Situation, denn im Anstieg gelingt es mir ebenfalls mich vom Feld zu lösen und zu Gü aufzuschließen.

 

 
 
                                                             Ausreißversuch von Gü
   

 

 

Zu zweit kommen wir mit einer guten Minute Vorsprung auf der sogenannten Großalm an. Wir stürzen uns die rasante Abfahrt (Highspeed > 90 km/h) und arbeiten gut zusammen. Trotzdem sollen die Mühen nicht belohnt werden, denn nach gut einer halben Stunde Flucht werden wir dann doch gestellt. Allerdings hat sich das Feld erhelblich dezimiert, es sind jetzt nur mehr ca. 40 Fahrer. Mit dabei neben Gü und mir, auch Mario!Auf den nächsten flachen Kilometern bleibt das Tempo gleichmäßig hoch. Keine guten Vorzeichen für eine neurliche Attacke. Somit wird die Entscheidung wohl am letzen Anstieg fallen. Ich fühle mich immer noch stark und bespreche mich kurz mit Mario und hecke einen Plan aus. In bester US-Postal Manier fährt Mario in den Berg hinein, ich an seinem Hinterrad.

Die Steigung ist am Anfang noch moderat bei 4-5%, der Speed den Mario hinlegt ist sensationell, mit über 30 km/h fliegen wir diesen Teil hinauf. Dieses zerstörerische Werk hinterläßt natürlich beim Rest der Gruppe Spuren: immer mehr bröckeln ab während Mario immer noch das Tempo hält.

 

 
                                          sensationeller Speed von Mario    
 

 

Erst als es nach knapp 2km wirklich steil wird ziehe ich aus dem Windschatten vorbei und trete an! Nun gilt es möglichst viel Zeit gutzumachen, denn nach dem Ende der Steigung sind es noch 15 lange Kilometer bis ins Ziel nach Mondsee die ich quasi im Einzelzeitfahren zurücklegen muss. Mein großer Vorteil ist dass ich bald aus dem Sichtfeld der Verfolger bin und die Abfahrt in der Ideallinie nehmen kann. Trotzdem werden schön langsam die Beine schwer, die letzen Kilometer ziehen sich ewig hin. Dann endlich die 1km Marke und hinter mir weit und breit niemand!
Der nun folgende Zieleinlauf gehört zum schönsten was ich bisher erleben durfte. Ich freue mich riesig über diesen Erfolg. Möglich geworden ist er wie immer im Radsport nur durch die Leistung des Teams, heute vor allem durch die beeindruckende Unterstützung von Mario am letzen Anstieg.

Konsequenterweise waren wir auch in der Teamwertung sehr erfolgreich (Platz 2 overall, Platz 1 mixed) und last but not least durften wir uns auch über den Sieg von Karin P. auf der 200km Strecke freuen! Very impressing!