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Stephan
Wimmer
in the USA
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2008: Neue
Saison,
neues Glück |
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story by Stephan
Wimmer
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Auf geht’s
in die Rennsaison 2008... |
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....die hier in New
Jersey traditionell am ersten Samstag im März mit der ‚Tour
de Lion’, dem Ersten einer Serie von 5 Rundstreckenrennen in
Newark, NJ, beginnt.
Stand der Dinge:
Saisonstart, schon relativ früh, in der letzten
Oktoberwoche, Kilometerstand Ende Februar ist 7200. Bis
mitte Februar 95% Grundlagentraining, viele 5,6h Einheiten.
Der Winter ist seit mitte November kalt, aber
glücklicherweise sehr trocken, bedeutet Temperaturen so
zwischen –5° bis +5°, mit einigen wenigen Ausreissern nach
oben, aber auch nach unten (kältester Trainingstag bei –12°
und starkem Wind...brrrr), fast kein Regen und noch weniger
Schnee. Keine Krankheitspausen, was ich mal auf gesundes
Essen und den Proteinshake ‚Vitatonic’ der Firma Vitalogic
(vielen Dank für die Unterstützung und die problemlose und
schnelle Versorgung!) schieben möchte... ja richtig gelesen:
es ist auch in den USA möglich, sich gesund zu ernähren!!
J
Obst und Geümüse und dunkles Vollkornbrot sind entegen der
in Europa verbreiteten Meinung auch hier zu bekommen!
Seit einer Woche
stehen auch Intervalle und längere internsivere
Tempotrainings am Programm... und natürlich auch die ersten
Renntermine!
1.März 2008;
Branch Brook Park Series I ‚Tour de Lion’
Newark liegt in etwa auf der Höhe von New
York City, und ist ca. eine Autostunde von Princeton
entfernt. Die Veranstaltung findet im größten Park der
Stadt, dem Branch Brook Park statt und ist auch Teil der
gleichnamigen ‚Branch Brook Training Series’, einer Serie
von 5 Rennen, jeden Samstag morgen bis Anfang April.
Zusatzlich zu Geldprämien für die ersten 6 Plätze gibt es
ein Punktesystem für jeweils die ersten 15 Plätze, und einen
Gesamtsieger am Ende. Gefahren wird in mehreren
verschiedenen Klassen: Pro 1/2/3, Cat 5, verschiedne Masters
Kategorieen, Damen, und Junioren. Ich bin zwar auch heuer
wieder Cat 5 (von 5), habe mich aber entschieden, mit Cat
3/4 mitzufahren. Mein Start ist um 7:52, was bedeutet um
6:30 da sein, bedeutet 5:30 abfahrt, bedeutet um 4:30
aufstehn... *gääähn*
Der Kurs ist 8km lang, flach, mit 2 kurzen,
2% steilen ‚Anstiegen’ und einem Umkehrpunkt nach 2/3 der
Strecke (am ende des 2ten Anstiegs, dh, wer schneller oben
ist, hats bei der Wende leichter...
J).
Cat 3/4 fährt 6 Runden, d.h. knapp 50km.
In der Früh läuft alles glatt. Kein Verkehr,
ich komme pünktlich an, Startnummernausgabe, Aufwärmen. Die
Nervosität äussert sich nur in einem erhöhten Puls,
ansonsten fühlt sich alles super an. 45min warmfahren auf
der Rolle, denn auf der Strecke wird schon seit einer Stunde
gefahren. Die Straße ist noch nass vom Regen in der Nacht,
aber es soll abtrocknen...Temperatur ok, so 2-3°.
7:54 Startschuss... aber: nix mit locker
einfahrn. lol. Nach 100 Metern fährt rechts einer vorbei,
ich frag noch meinen Nachbarn auf der linken seite (der
genauso überrascht dreinschaut) ob der überhaupt zu unserm
Rennen gehört und warum ers denn so eilig hat...hahaha...
das Rennen ist eröffnet!
Es wird durchgehend attakiert, wieder
rangefahren, langsam, schnell, schön! Zu meiner
Überraschung: auf den Anstiegen bin ich jedesmal unter den
ersten 5 oben, locker, während einige da schon recht
Schwierigkeiten haben! Das gibt Selbstvertrauen... und
verleitet natürlich auch zu einigen eher unnötigen
Anstrengungen... ich mache natürlich wieder meine alten
Fehler: ständig im Wind, ständig am Ausreisser einfangen und
eine ein paar Minuten alleine Flucht... der Ehrgeiz iss a
Hund!
J
Letzte Runde: gleich zu Beginn fährt einer
weg, schnell spricht sich herum: „das iss der 35+Master der
mit uns fährt. Der hat eh seine eigene Wertung, den können
wir ruhig lassen“. Iss natürlich Blödsinn, der iss ja in
unserem Rennen, warum sollte er seine eigene Wertung
kriegen? Braucht er ja gar nicht fahren und sich gleich das
Preisgeld abholen, wird eh Erster...! Pfff. Aber was tun? In
der letzten Runde selbst nochmal alle durch den Park ziehen
und Kraft für den Sprint verprassen?
Nach der Umkehr, ca 2km vor Schluss steigt
das Tempo, der Erste gibt Gas und...lol...so schnell konnte
er gar nicht schaun hats ihn zerrissen... und weg war er-
aber nach hinten. Einer weniger. Hihi. Beinah hätt es
gescheppert. Bis 300m vor Ziel schönes zügiges Tempo,
Anschlag. 2 Position, der vor mir schert aus...eh klar,
wieder erste Reihe! Da kommt schon ein Zug von rechts. 2
Mann vom selben Team plus einen weiteren im Schlepptau, mit
Schwung... der Anfahrer hat rausgenommen, die anderen 2
schaff ich leider nicht mehr um ein paar Radlängen... aber:
vorbei kommt auch keiner mehr...hahaha. Links hats noch
einer probiert, aber ca 20m vor der Linie hab ich schon
gesehn: das geht sich nimma aus, Kollege! Es wird ein 3er
Platz im Sprint! Und der Gewinner hat sich natürlich die
ganze Zeit hinter seinem Kollegen versteckt, klar dass der
noch mehr Punch hat! In der Wertung iss es 4ter Platz, weil
der Master ja klarerweise nicht seine eigene Wertung
bekommt...
Fazit: Kraft sparen, weniger vorn machen und
a bissl mehr auf die ‚Teams’ aufpassen... dann geht im
Finale vielleicht auch noch ein bissl mehr. Eh die alte
Leier... aber gleich morgen gibt’s wieder eine Möglichkeit
dran zu arbeiten!
Offizielles Ergebnis unter:
http://www.truesport.com/rzone/racereports/report.asp?recid=776
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2.
März 2008: PNC Arts Center Challenge I ‚Parkway South’ |
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Eine neue Veranstaltung im Frühjahrskalender der NJBA (New
Jersey Bicycle Association), nämlich ein Rundstreckenrennen am
Gelände des PNC Art Center in Holmdel,NJ , einer Freiluft-
Konzertarena, ca. 45 Autominuten östlich von Princeton. Auch
hier handelt es sich um eine Serie von 4 Rennen, jeweils Sonntag
morgen. Und einem Finale am 13. April.
Der Kurs ist eine 2km langer Runde um das Gelände. Nach der
Start-Zielgerade bergab, dann ein sehr langgezogener flacher
Rechtsbogen und im letzen Drittel ein kurzer giftiger Anstieg,
300m lang, 7-8% steil, dann rechts-links und schon wieder
Zielgerade.
Startzeit ist 9:50, dh ein bisschen länger schlafen, aber nur
ganz wenig... kein Stress, keine Eile, viel Zeit, locker
warmfahren, wieder auf der Rolle, nur heut iss es unangenehm
kalt: -2° und Wind. Die Wartezeit von 25min bis zum Start
(erstes Rennen für die Organisatoren hier, da läuft nicht alles
glatt) ist ein wenig frisch. Aber schliesslich gehts auch für
uns los... eine neutralisierte Runde zum Kurs besichtigen, dann
Startschuss um 10:15.
Witzig, alle, die bei der Besichtigungsrunde am Anstieg
vorbeigekachelt kamen, warn nach der ersten Runde plötzlich
weg...hahaha. Tatsächlich reduzierte sich das Feld in der ersten
Runde gleich mal von ca 25 Startern auf 10-12 Mann. Eine kurze
Attacke bergauf und das wars schon. Wir 12 habens dann
eigentlich bis am Schluss durchgezogen, 1-2 haben wir noch
verloren, und einer ist nach vorne entwischt... und wieder mal:
wir unterhalten uns noch bei der 7. Zieldurchfahrt: haben wir
jetzt wieder alle eingesammelt (am Flachstück sind einmal ein
paar Einzelkämpfer vorne weg)? Und seit 4-5 Runden weit und
breit keiner vor uns. Es hat sich dann im Ziel herausgestellt,
dass wir NICHT alle hatten... Einer hat es heimgeschafft...
Ärgerlich natürlich.
However, das Rennen verlief flott, aber fair. Jeder hat ein
bisschen gezogen, und am Anstieg hab ich immer ein bisschen
rumprobiert, schaun wie sie die anderen so tun! Wesentlich
schwerer, hatte ich das Gefühl! Einmal im Sitzen mit hoher
Cadenz, einmal im Stehen mit dem großen Blatt drüber.
Und was tu ich Gscheiterl im Finale? Eh klar, viel zu früh
attakieren, nämlich vorm Anstieg. Das ganze Blut in den Haxen,
statt im Hirn...ich habs zwar als erster drübergeschafft, aber 3
sind danach vorbei, für die hat dann die Kraft nicht mehr
gereicht, sind wieder ein paar Längen vor mir über die Linie.
Trostpreis: einer hatte sich an mein Hinterrad geheftet, den hab
ich aber dann nicht mehr vorbeilassen. Macht: 1 Ausreisser, 4er
im Finale = 5ter Platz. Aus Fehlern lernt man...hoffentlich...!
Nextes Wochenende geht’s weiter. Bis dahin!
Offizielles Ergebnis und Bilder unter:
http://www.truesport.com/rzone/racereports/report.asp?recid=777
Die nexten Termine:
8.3. Branch Brook Park Series II: ‚Tour de
Newark’
9.3. PNC Arts Center II: ‚Exit 116’
15.3. BBPS III: ‚Ghost Rider’
16.3. PNC Arts Center III: ‚Lucky Leprechaun’
22.3. BBPS IV: ‚St. Patricks Day Race’
29.3. BBPS V: ‚Tour de Lamb’
30.3. PNC Arts Center IV: ‚Holmdel Challenge’
5.4. Sandy Hook TT
12.4. Readington TT
13.4. PNC Arts Center Challenge
19.4. Cherry Blossom Challenge, BBP; Newark,
NJ
21.6.: Rocky Hill Road Race, Rocky Hill,NJ
22.6.: Corner House GP, Princeton,NJ
ev.: 19., 26.3, und 2.,9.,16.4. South
Mountain Training Series, South Orange, NJ
nähere Infos zu den
Terminen:
http://www.premierecycling.net/events.html
und
http://www.njbikeracing.com
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9. März 2008: PNC Arts Center Challenge II ‚Exit
116’
Nachdem die ‚Tour de Newark’ am Samstag abgesagt
worden war, weil die Oranisatoren wegen starken Regens von
Freitag auf Samstag Überflutungen im Park befürchteten, gings
heute zum zweiten Anlauf auf dem Gelände des PNC Arts Center.
Zum Glück hatte ich am Samstag Abend nochmal
einen Blick auf die HP des Veranstalters geworfen, denn sonst
wäre ich zu spät gekommen. Vorverlegung der Startzeit von 9:50
auf 8:30. Pfui! Und noch dazu Zeitumstellung auf Sommerzeit.
Sprich nicht sehr viel Schlaf. Fast hätt ichs bleiben lassen,
sowas mag ich gar nicht. Aber gut, nachdem ich mich eh am
Samstag ausschlafen konnte...ausnahmsweise. Beim Einräumen des
Autos bin ich irgendwie an der Schlüsselbund-Fernbedienung
angekommen und hab den Autoalarm ausgelöst... um 5:30 in der
Früh. Wenn ich keinen Schlaf bekomm, brauchen die andern auch
keinen kriegen. Hahaha :P Auch das Wetter wollte nicht so wie es
sollte. Eigentlich waren für 7:00 bereits Plusgrade angekündigt.
Doch daraus wurde nichts, und zusammen mit starkem Wind wurde
das Aufwärmen zu einer eisigen Angelegenheit. Der
Start war diesmal relativ pünktlich, nur 5min später als
geplant. Die ersten paar Runden eher locker, auch am Anstieg
sind alle mitgekommen. Der Fahrer, der letztes Wochende in
Newark den Sprint gewonnen hatte, war auch wieder am Start. Jede
Runde attakierte er vorm Anstieg, um sich am Schluss mit den
letzten paar Fahrern über die Kuppe zu hebeln. Leider ist in der
6ten Runde oder so wieder einer entwischt, und keiner wollte ihm
nach...natürlich ärgerlich, wenn sich 20 Fahrer dafür
entscheiden, ihm den Sieg zu schenken...und allein mach ich
nicht die ganze Arbeit. Nicht um diese Jahreszeit. Zwei drei Mal
hab ichs selber probiert, aber mir sinds immer nachgefahrn
L. In
der vorletzten Runde wär sichs fast ausgegangen. Ein weiterer
Fahrer hatte sich abgesetzt, und ich mit drei anderen nach. Wir
hatten schon gute 15-20sek, aber wenn die Herren nicht
zusammenarbeiten wollen (oder können?) wird das nix. Der vorne
hat schließlich einige Sekunden ins Ziel gerettet und wir wurden
in der letzten Runde wieder eingefangen. Also: nochmal Vollgas
in den letzten Anstieg, und danach Sprint um Platz 3. Diesmal
machte ein anderer Fahrer meinen Fehler von letzter Woche und
attakierte zu früh. Und iss dann explodiert. Ich weiss nicht wie
es Mr. Sprinter gemacht hat, kurz vor der Kuppe bin ich schon
vorbei, doch plötzlich kommt er in der letzten Kurve in die
Zielgerade angeschossen. War nicht mehr zu stoppen! Leider. Aber
vorbei lassen hab ich die paar in meinem Windschatten auch nicht
mehr. Sprich: wieder mal ein vierter Platz.
Resumee: Bergauf immer locker mit dabei, und im
Sprint nur von Magnus Backstedts Bruder
J (ziemlicher
Riegel, der Typ) geschlagen... noch nicht top, aber ich denk
akzeptabel. Sind Trainingsrennen, Formaufbau und Erfahrung
sammeln sind wichtiger als Ergebnisse. Und vielleicht hab ich ja
irgendwann mal auch Glück mit einem Solo oder einer guten
Gruppe... iss ja erst die 3te von 10 Veranstaltungen.
Offizielles Ergebnis und Bilder wieder unter:
http://www.truesport.com/rzone/racereports/report.asp?recid=780
15.März 2008;
Branch Brook Park Series II ‚Ghost Rider’
Für dieses
Wochenende hab ich mir 2 Dinge vorgenommen:
1) niemanden weglassen
2) In den Sprints an ‚Magnus’’ Hinterrad. Er ist der
Schnellste, wenn ich eine Chance haben will, dann muss ich
an ihm dran bleiben.
Und, gleich
vorweggenommen: auch wenn die Ergebnisse nicht den
Erwartungen entsprechen sollten, hab ich mir doch noch etwas
viel Wichtigeres erarbeitet... mehr dazu später.
Samstag
morgen, wie ist das Wetter? Regen natürlich! Quaxi scheint
hier in NJ kein Radsportfan zu sein, zum 3ten mal
Schönwetter unter der Woche, und kaum wird es Freitag
Abend, kommt die Schlechtwetterfront daher. Diese Woche
soll es aber nicht so heftig werden wie letzte, darum auch
keine Absage.
Tatsächlich
haben wir Glück. Bei der Abfahrt um 5:15 in Princeton ist es
noch relativ nass, aber als ich das Rad zusammenbaue und
mich ans warmfahren mache, ziehen die Wolken ab, und zum
Ende des Rennens schaut sogar die Sonne ein wenig raus!
Alles
verläuft problemlos, anmelden, aufwärmen, sogar der
Vorderreifen mit der Ventilverlängerung (Carbon-Hochprofilfelge),
die immer so rumspinnt, lässt sich widerstandslos
nachpumpen. Start 7:52. Zuerst die Pros, ca. 2min später
Cat 3/4. Diese Woche hab ich übrigens erfahren: Pro 1/2/3
entspricht Elite A, Cat 3/4 ist Elite B, und Cat 4/5 ist
gleichwertig mit Elite C.
Bei einem
kurzen Gespräch mit dem Organisator, rät mir dieser, ein
Upgrade auf Cat 4 zu beantragen. Die Organisatoren dürfen
zwar Fahrer niedriger Kategorien für höhere Rennen zulassen,
doch die USCA sieht das nicht gerne, wegen
Sicherheitsbedenken...
Und wieder
wird von Beginn an sehr flott gefahren: eine Attake nach der
anderen, die erste ca 200m nach Start. Doch bis Runde 3
bleib ich mal meinem Ziel treu: alle Ausreisser werden
eingefangen. Auch wenns mich Energie kostet, aber jetzt hab
ich 3mal Plätze eingebüßt, das passiert mir nicht mehr! Zu
Beginn der 3ten Runde hab ich mich dann mal in den hinteren
Reihen versteckt, um kurz Luft zu holen... und was passiert,
natürlich lassen sie vorne gleich wen weg! Also, nix mit
Pause... Verfolgung organisieren! Doch leider funktioniert
das nicht so reibungslos wie ich mir das vorstell: 3-4 Leute
haben Ahnung von vernünftiger Arbeitsteilung, der Rest fährt
Kraut und Rüben: viel zu lange im Wind, dann tot,
ausschwenken, und statt im Kreisel zu bleiben, irgendwo weg
oder ganz im Weg. Zum vergessen! Aber ist warscheinlich zu
viel erwartet: 100 Radfahrer auf einer Fläche von halb
Österreich sehn sich vermutlich nicht oft genug um das zu
üben?!?
Anyway. Es
gelingt mir mit Hilfe der 3-4 Fahrer die 3 Ausreisser auf
Sicht zu halten. Am Ende der 4ten Runde ist das Feld wieder
geschlossen.
5. Runde:
erster Höhepunkt: vor der nördlichen großen Kurve (Wende?,siehe
map!), fährt ‚Magnus’ weg, mit 3 anderen im Schlepptau.
Auweh! Denk ich mir, wenn der mal Schwung hat und wegkommt,
fährt er das auch heim! Riskieren, dass wirs nicht mehr
schaffen, oder einfahren? Entscheidung: letzteres: Gang
rein, Kopf runter, gas...der Abstand ist ca. 200m, hart,
aber nicht unmöglich. Überraschenderweise war der Antritt zu
plötzlich: niemand folgt mir! Die Gesichter der 4 als ich
plötzlich von hinten daherkomme, waren den Aufwand absolut
wert! Hahaha... auch wenn uns das Feld bis zum Ende der
Runde wieder hatte, der Ritt war irgendwie cool!
6. (letzte)
Runde: zweiter Höhepunkt: die Beine fühlen sich gut an,
keine Ausreisser, meine Chance. An derselben Stelle wie ‚der
Riese’ in der vorigen Runde juckt was in den den Schenkeln,
und sie fahren davon, ohne mich überhaupt zu fragen...lol!
Zuerst will
keiner mit. Na alleine mach ich mich nicht kaputt! Will mich
schon zurückfallen lassen, da kommen doch noch 2 daher. Das
Loch ist noch groß genug... also, Hinterrad, als sie
vorbeibrausen, und...da schau her!...da wird plötzlich
Kreisel gefahren! Geht doch! Noch ca. 6km! Der Abstand
wächst, bis zum ‚Anstieg’ läuft die Sache gut, doch dann
beginnt einer der beiden nachzulassen. Und auch bei mir
wird’s unrund, die Späßchen von vorher machen sich
bemerkbar. Bei 1km haben wir noch...naja...vielleicht 5sek.
Das wird echt knapp! Bei 500m, kurzer Blick zurück, ist noch
immer eine Lücke, aber schon sehr wenig übrig! Und dann...
100m vor der Linie... wer kommt dahergeschossen? Ja Mr.
Magnus himself natürlich, mit der ganzen Bande im
Schlepptau. Nix mit durchkommen. Noch ein bisschen aus dem
Sattel, damits nicht komplett peinlich endet: 9 Platz.
Wie schreibt
Jens Voigt in seinem Buch ‚Man muss kämpfen’?: „Von 10
Ausreissversuchen werde ich 9 mal gestellt.“ Wie wahr!
Bleiben mir noch weitere 9 Versuche! Aber das wichtigste:
Spaß hats gemacht, und: ein schlechtes Resultat mit guter
Leistung ist mir sowiso lieber als Top 3 und alle sind sauer
weil ich mich nur hinter ihnen versteckt hab...
Ergebnisse und offizielle Fotos:
16. März
2008: PNC Arts Center Challenge III ‚Lucky Leprechaun’
Seit heute
bin ich offiziell Cat.4! Ich hab den Rat angenommen und noch
Samstag nachmittag bei der USCA um ein Upgrade angesucht,
und bekommen! Schnell geht das!
Rennen
fahren wird lustig heute. Samstag abend Party bis 3:30am.
Tagwache 5:15am. Normalerweise nicht meine Art, aber es gibt
ja auch noch ein Leben ausserhalb vom Radfahren. Noch dazu
den Ritt von Samstag in den Beinen, und das Ganze noch am
Ende eines 3 Wochen-Trainingsblocks! Beste Vorraussetzungen
also.
Umso
Überraschender, dass ich mich eigentlich super fühle, als
ich die ersten Minuten auf der Walze hinter mir hab! Wieder
hat es über Nacht geregnet und in der Früh aufgehört, sprich
Wasser wenigstens nur von unten.
Obwohl fast
die selben Leute am Start sind, wird wesentlich lockerer
begonnen. Vielleicht weils bergab beginnt? Oder sind alle
müde von Samstag? Aber wovon denn, haben sich ja nur hinter
mir versteckt! Hahaha :P
Das Feld
bleibt trotz des Anstiegs auch diese Woche wieder ziemlich
geschlossen. Ein paar Attacken hier und da, aber nichts
ernstes, nichts gefährliches. Das Tempo ist sehr hoch,
vermutlich weil heute fast kein Wind geht. Die Arbeit vorne
ist recht fair aufgeteilt, jeder nimmt ein bisschen, von
der Zielgeraden bis hinunter zum Ende vom Flachstück.
Bergauf wird eh irgendwie gefahren.
Letzte
Runde: Peloton komplett, ein ‚Massen’-sprint kündigt sich
an! Ich versteck mich hinter Magnus. Wenn mich einer zur
Linie bringt dann er! Anstieg, Rechtskurve, so wie letzte
Woche, sein Moment kommt nach der Linkskurve in die
Zielgerade. Aber, leider nicht heute L. Entweder habens
andere geschnallt dass er stark ist und ihn eingesperrt,
oder einfach nur Pech, und so starte ich, weiss nicht, an
15er position in den Sprint. Vorne haben schon 3 ein kleines
Loch in der Kurve aufgerissen. Schon zu spät die noch zu
kriegen. Also alles raus... was ist los? Stehn die alle?
1,2,3,4,magnus,6,7,8,.... geeiiill, alle überhohlt, wieder
ein 4er Platz, aber was für ein Sprint!
Erfahrung,
Erfahrung, Erfahrung... das richtige Hinterrad nehmen, im
richtigen Moment attakieren, und natürlich auch ein wenig
Glück haben. Aber vor allem weiter hart arbeiten. Mit dem
heutigen Ergebnis hab ich die Führung in der Rennserien
Gesamtwertung übernommen!!!, mit einem Vorsprung von 8
Punkten auf den Zweiten. Mit nur einem Rennen übrig. Ein
erster Platz in einer Elite B Rennserie, das würd sich schon
super anhören!
„Auch wenn
die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen sollten,
hab ich mir doch noch etwas viel wichtigeres erarbeitet“ was
hab ich damit zu Anfangs gemeint? Den Respekt der anderen
Fahrer: 5 Kollegen kamen dieses Wochenende während oder nach
den Rennen zu mir: „Great Race, very good work!“ Das tut
gut! Auch wenn ich dafür auf einen Podiumsplatz noch ein
wenig warten muss! J
http://www.truesport.com/rzone/racereports/report.asp?recid=788
29.März 2008; Branch
Brook Park Series IV ‚Tour de Lamb’
„Crash!“
Dies ist das
letzte Wochenende der beiden Rennserien ‚Branch
Brook Park Series’ und ‚PNC Arts Center
Series’. In Newark am Samstag geht es um
nichts mehr, ausser mit fahren und Kraft
sparen für Sonntag, wo ich eine sehr gute
Chance auf den ersten Platz in der
Gesamtwertung habe. Ein 8er Platz reicht für
den Sieg.
Am Mittwoch hab ich Besuch aus der Heimat
bekommen. Meine besten Freunde Stefan und
Przemek verbringen eine Woche mit mir hier in
New Jersey. Und natürlich kommen sie auch am
Samstag mit zum Rennen, auch wenn ihnen das
Aufstehn um 4:30 in der Früh etwas schwerer
fällt als mir
J
Schon nach den ersten paar Kilometern merke ich,
dass das heute sicher nicht mein Tag wird. Die
Beine sind schwer und fühlen sich an wie aus
Stein, und vorne fahren ist ziemlich unangenehm.
Also lieber Verstecken und Kräfte sparen für
Sonntag. In der 3. Runde geht eine 5er-Gruppe
weg, ich versuch noch mit einem anderen Fahrer,
nachzufahren, aber irgendwie wills nicht, und
ich lass mich wieder zurückfallen.
Letzte Runde fragt mich ein anderer Kollege, ob
ich nicht nach der Wende mit ihm probieren
wolle, wegzufahren, aber ich sag ihm das das
heut nicht viel Sinn hat. Im nachhinein gesehn
hätt ichs lieber tun sollen... in der vorletzten
Kurve, leicht bergab, verliert ein Fahrer vor
mir auf Schotter die Kontrolle über sein Rad.
Ich kann nicht mehr ausweichen und schon lieg
ich mit ihm im Graben. Tja. Das ist Radfahren,
oder? Der erste Blick, natürlich aufs Rad...haha...
der Rahmen schaut ok aus, das Vorderrad hat
einen Achter. Das letzte was ich mir jetzt
leisten kann sind neue Teile. Beim Zurückrollen
werden auch langsam die Schäden an mir sichtbar
L
Meine größte Sorge ist eigentlich ob ich am
Sonntag fahren kann...mal sehn. Für heute ist
erst mal Schluss.
30. März 2008: PNC Arts Center Challenge IV ‚Holmdel
Challenge’
Die größte Frage heute
war: kann ich fahren oder sollt ich es
lieber lassen. Die tiefe Wunde am
Unterschenkel hatte ich den ganzen Samstag
Nachmittag versorgt. Schön schaut es nicht
aus, aber die Schmerzen halten sich in
Grenzen, und so denk ich mir: probieren kann
ich es ja: aufhören geht immer noch, wenns
gar nicht geht. Leider bin ich alleine,
Stefan und Przemek packen das frühe
Aufstehen nicht nocheinmal und wollen daheim
bleiben... Schlafnasen...pfff :D
Was ich am Vortag nicht
bemerkt habe, ist dass sich bei dem Sturz
nicht nur das Rad, sondern auchder
Schnellspanner verzogen hat, das Ding lässt
sich weder öffnen noch schließen, und ich
hab keinen zweiten (für vorne) Und das
Vorderrad ist nicht zu verwenden. Drum geht
am Ende fast die ganze Aufwärmzeit drauf,
zuerst den Schnellspanner zu öffnen, und
später, jemanden zu finden, der mir einen
fürs Ersatzrad borgen kann. Als ich komplett
bin, sind noch ganze 10min bis zum Start
über. Perfekte Voraussetzungen also. Ein
paar Runden am Parkplatz müssen also heute
reichen.
Am Start die üblichen
Verdächtigen. Das Ziel für heute: irgendwie
durchkommen versuchen, und einen 9en Platz
heimbringen, dann sollte sich das mit der
Gesamtwertung eigentlich ausgehn. Erste
Runde...auweh, das wird hart! Heute war ich
wirklich fast durchgehend am Anschlag. Die
Schmerzen halten sich in Grenzen, aber die
fehlende Kraft, die der Körper für die
Heilung braucht, macht sich schon bemerkbar.
In der vierten oder fünften Runde hab ich
mich ein bisschen mehr an der Spitze
aufgehalten, ein wenig Führungsarbeit, jeder
10-20 sek, und als ich mich in der nexten
Runde umdrehe, sind auf einmal fast alle
weg! Eine 9 Mann Gruppe und ich mittendrin.
Heißt natürlich nicht dass es leichter
wird...aber immerhin. So fahren wir also im
Kreis, und schon ist die letzte Runde da...
und noch immer niemand zu sehen hinten. Für
Attaken am letzten Anstieg reicht die Kraft
nicht, dranbleiben und vielleicht noch den
ein oder anderen am Schluss überholen, aber
auch das geht nicht mehr, und so rolle ich
als 9ter über die Linie. Kein überragendes
Ergebnis, aber ich bei der Verletzung sollt
ich froh sein, dass ichs in die Gruppe
geschafft hab...
Aber: 2 Tage später
kommt endlich die Auswertung und das
Gesamtergebnis heraus. Es ist sich
ausgegangen! Zwar warte ich noch immer auf
meinen ersten Podiumsplatz, aber erster
Platz in einer Gesamtwertung hört sich ja
auch sehr gut an!
Und die Saison ist ja
noch laaaaange nicht vorbei! Am Montag wird
das Rad umgebaut, und dann geht’s ans
Zeitfahren.
Ergebnisse Samstag
unter:
Ergebnisse Sonntag
& Gesamtwertung unter:
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