Es ist geschafft! Bei den österreichischen Meisterschaften im
Einzelzeitfahren konnte ich ganz souverän den Meistertitel einfahren!
Bei der Anreise zum Rennen schaute es noch ganz schlecht aus: Starke
Abkühlung und starker Regen bei nur 12 Grad. Ich konnte 3 Stunden
vor dem Start vor lauter Krämpfen und Spasmen kaum mehr gehen und
stellte mich schon darauf ein, das Zeitfahren mit dem normalen
Straßenrad in Angriff zu nehmen. Die Position am Zeitfahrer war
absolut unmöglich. Doch eineinhalb Stunden vor dem Start ließ der
Regen nach.
Kurz bevor ich zum Aufwärmen auf die Walze stieg kam sogar die Sonne
heraus und es wurde deutlich wärmer. Ich zog mich ganz warm an und
nach 30 Minuten auf der Walze fing ich zu schwitzen an und die
Krämpfe ließen nach. Also doch mit dem neuen Zeitfahrer - und
dann lief es wirklich sensationell! Ich konnte den eine Minute vor
mir gestarteten Wolfi Dabernig fast einholen und auch mein
Teamkollege Andi Zirkl, der derzeit die Weltrangliste in unserer
Klasse anführt war fast 30 Sekunden hinter mir.
Mit meiner Zeit hätte ich sogar die beiden weniger gehandicapten
Klassen C2 und C3 gewonnen!
Das Straßenrennen am nächsten Tag lief nicht so besonders. Gleich in
der ersten Runde gab es unmittelbar vor mir einen Sturz, weshalb ich
den Anschluss auf Andi Zirkl verlor. Deshalb musste ich mich mit
meinem Kärntner Kollegen herumschlagen, der, obwohl deutlich
schwächer als ich von einem Landsmann aus einer höheren Klasse über
den Kurs gezogen und geschoben wurde. Dadurch verlor ich im Kampf
mit ihnen zu viel Kraft und vor allem Konzentration, sodass er mich
im Zielsprint um Reifenbreite auf Platz 3 verweisen konnte. Aber
besser ein ehrlicher dritter Platz aus eigener Kraft als ein zweiter
mit fremder Hilfe.